Bildungsbereiche

Individuelles Lern- und Entwicklungsbedürfniss

Das Kind steht im Mittelpunkt

… dieser Satz steht im Inneren, in der Mitte der Bildungsblume. Es bedeutet für uns, dass Bildungsarbeit in der Pädagogik der frühen Kindheit immer von den individuellen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen des Kindes ausgeht und hier ansetzt. Das Kind wird individuell, ganzheitlich und ressourcenorientiert begleitet und gebildet.

Bildungsblume

Aktive Kinder = zehn Bildungsbereiche, diese bilden Blütenblätter der Blume, sie überschneiden sich und greifen ineinander. In jedem Bildungsbereich erfährt das Kind etwas über das Thema, die „Sache“, und wie es in diesem Bereich zu Antworten auf seine Fragen kommen kann = Sach- und Methodenkompetenz. Das Kind erlebt sich im aktiven Handeln als selbstwirksam  und bildet darüber Selbstbewusstsein und ein Konzept von sich selbst aus = Selbstkompetenz. Schließlich findet Bildungsarbeit in der Regel im Kontext der Gruppe statt, sodass gleichzeitig immer auch das soziale Lernen eine Rolle spielt = Sozialkompetenz.

Übergeordnetes Ziel unserer Bildungsarbeit ist die gesellschaftliche Teilhabe, der ungehinderte Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen, sowie die Entwicklung von gleichen Chancen für alle.

Die Bildungsbereiche in unseren KiTas

Bildungsbereich 1

Bewegung

Alle Kinder haben eine natürliche Bewegungsfreude und zeigen eine schier unerschöpfliche Neugier, die Welt zu begreifen und zu erforschen. Sie strampeln, krabbeln und greifen, sie hüpfen, rennen und klettern und erobern auf diese Weise ihre Umwelt.

Vielfältige Bewegungserfahrungen fördern die körperliche Entwicklung wie z.B. die Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit, sowie das Selbstvertrauen in den eigenen Körper. Gleichzeitig bilden Bewegungserfahrungen auch die Grundlage der kognitiven Entwicklung.

So finden im Gehirn vielfältige Vernetzungen statt, je mehr das Kind seine Umwelt motorisch „be-greift“ und die Entwicklung des Spracherwerbs (Sprache als inneres Abbild der äußeren Welt) wird angeregt. Die motorisch erkundete Wahrnehmung und Vorstellung von räumlichen Gegebenheiten bildet zudem die Basis für das mathematische Grundverständnis.

Ja, in unseren beiden KiTas können die Kinder Mittags in unseren liebevoll und gemütlich g

In den Kitas des Niehler Elternvereins werden durch eine bewegungsanregende Umgebung vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglicht und durch gezielte Angebote und Projekte herausgefordert und vertieft. Unser Ziel ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern. Es wird zum selbständigen Handeln angeregt. Die Erfahrungen in der Gruppe tragen zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit bei.

So sind im Bereich für die Kleinkinder zum Beispiel schiefe Ebenen zum Krabbeln, ein Bällebad oder Polster für erste Klettererfahrungen vorhanden, und auch die älteren Kinder haben viele Gelegenheiten zum Klettern, zum Springen, Schaukeln, Balancieren und Rennen. In den Turnhallen der Einrichtungen werden regelmäßig Bewegungsbaustellen angeboten (u.a. nach dem Konzept von Hengstenberg/Pickler), Kurse im Familienzentrum wie z.B. der „Ballsport“ und punktuelle Kooperation mit den Sportvereinen im Veedel ergänzen das Angebot. Im Hof stehen unterschiedliche Fahrzeuge für die Kinder bereit, und am nahe gelegenen Rheinstrand sowie im Nordpark können Kinder in der Natur spielen, sich zum Beispiel im Gebüsch verstecken oder auf Bäume klettern. 

estalteten Ruheräumen schlafen.

Bildungsbereich 2

Körper, Gesundheit und Ernährung

Jedes Kind nimmt seine inneren Prozesse, sein Verhalten und seine Wirkung auf andere wahr (Selbstwahrnehmung), beurteilt diese Wahrnehmungen, hat ein Bild von sich selbst (Selbstkonzept) und bewertet sich selbst (Selbstwertgefühl). Wir wollen den Kindern helfen, positive Anlagen ihrer Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Dazu brauchen Kinder Gelegenheiten für vielfältige Sinneserfahrungen, sodass sie ihre Wahrnehmung und ihre Empfindungen differenzieren lernen und sie ein Bild von sich bauen und entwickeln können. Wir bieten den Kindern von Anfang an weitgefächerte Sinneserfahrungen (auch in gezielten Angeboten und Projekten) an:

Kinder benötigen die Möglichkeiten und den Raum, eine positive, selbstbewusste und selbstbestimmte Körperwahrnehmung zu entwickeln und auch hierbei die Grenzen anderer zu erkennen und zu akzeptieren. Dazu gehört auch die Fähigkeit, klar „nein“ zu sagen, wenn etwas als unangenehm empfunden wird. Uns ist es wichtig, dass Kinder ein achtsames und positives Bild von ihrem Körper als Basis für ihr lebenslanges Selbstbild und ihr Selbstvertrauen entwickeln können. Auch ihr Bedürfnis nach körperlicher Nähe gehört dazu. Diese Nähe geben wir den Kindern gerne, achten aber darauf, dass der Impuls dazu vom Kind ausgeht. Auch Zeichen von Unwohlsein oder dem Bedürfnis nach Distanz entsprechen wir durch feinfühlige Beobachtung.

Im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung widmen wir uns auch der Sexualentwicklung, um der frühkindlichen Sexualität, die sich von Geburt an äußert, gerecht zu werden. Die häufigen „Warum“-Fragen der Kinder, in denen ihre Neugier zu Geschlechterunterschieden, Geburt, Zeugung, Zuneigung, Verliebtsein und Liebe zum Ausdruck kommt, wollen wir kindgerecht und offen beantworten. Daraus ergibt sich auch der Aspekt des „Redenlernens“ über Sexualität, ein Aspekt, der besonders in einer durch die Medien sexualisierten Umwelt wichtig ist.

Den eigenen Körper spielerisch zu erkunden, gehört zur kindlichen Entwicklung dazu. Da der Umgang mit kindlicher Körperlichkeit und Sexualität stark von kulturellen, religiösen oder familiären Vorstellungen geprägt ist, reflektieren wir uns im Team, um unser professionelles Verhalten abzustimmen, und gehen auch mit Eltern darüber in den Austausch.

Zu voller Gesundheit gehört das geistig-seelische Wohlbefinden. Die körperliche und geistig-seelische Gesundheit ist gerade für die störungsfreie Entwicklung des heranwachsenden Kindes von großer Bedeutung. Für einen gesunden Körper ist Hygiene eine wichtige Voraussetzung und hat durch die Pandemie einen nochmals höheren Stellenwert bekommen. Die Kinder lernen, wie wichtig es ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen, nur in die Armbeuge zu husten etc. Ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper und die Wahrung der Intimsphäre durch andere spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Wir achten insbesondere darauf, dass die Kleinkinder auch hier von ihren Bezugspersonen versorgt werden und dass die größeren Kinder • den eigenen Körper wahrnehmen und reflektieren • erlernen, selbständig zur Toilette zu gehen und anschließend die Hände zu waschen • ihre Zähne putzen • bei der Nahrungszubereitung auf Hygiene achten • auf ihre Gesundheit achten (Beispiel: Nase putzen) • ihre Umgebung sauber und ordentlich halten.

Gesundheit hat neben der Diskussion über Viren und Bakterien aber auch mit der Achtsamkeit für das eigene Wohlbefinden sowie den eigenen Bedürfnissen zu tun. Die Erzieher:innen begleiten die Kinder feinfühlig und spiegeln ihnen die beobachteten Gemütszustände, damit Kinder lernen sich wahrzunehmen, auszudrücken und ggf. für sich zu sorgen. Ein Beispiel: „Ich sehe, dass du müde aussiehst. Stimmt das? Möchtest du dich hinlegen und ausruhen?“

Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung. Unser Ziel ist die Bereitstellung einer ausgewogenen, abwechslungsreichen, saisonalen, regionalen und vollwertigen Kost, die stets frisch zubereitet wird. Dies verbinden wir auch mit den folgenden Aspekten: • Wahrnehmen und Befriedigen existenzieller Bedürfnisse (Hunger und Durst durch Sättigung) • Mit Lebensmitteln angemessen und wertschätzend umgehen • Esskulturen vermitteln • Den Ursprung und die Herstellung von Nahrungsmitteln kennen lernen • Sich an nährstoffreiche Lebensmittel gewöhnen • Ein gesundheitsbewusstes Ess- und Trinkverhalten entwickeln • Essen in Gemeinschaft erleben • Essen als Sinnesfreude erleben (ästhetischer Genuss, Einheit von Geruch und Geschmack)

Auf dem Speiseplan befinden sich stets abwechslungsreiche und internationale Gerichte Damit Kinder lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen zu lernen, dürfen sie in der Essensauswahl und der Essensmenge selbstverständlich selbst Entscheidungen treffen. Mit anderen Worten: Kein Kind muss bei uns seinen Teller leer essen. Dabei versuchen wir, einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln und das Kind anzuregen, sich nur kleine Mengen zu nehmen.

Tasten, Fühlen

Rasierschaum zum Matschen und Spüren des eigenen Körpers, Spiele mit Wasser, Sand und Erde, Federn, Papier u.v.m..

Hören

Spiele mit der Stimme, Lieder und Musik z.B. im wöchentlichen Singkreis, sowie die Lenkung der Wahrnehmung auf das bewusste Hinhören von Geräuschen im Alltag.

Sehen

Genaues Hinschauen, Beobachten, Malen mit verschiedenen Farben, Einsatz von Medien.

Schmecken, Riechen, bewusstes Wahrnehmen von Essen

Großer Wert wird im Niehler Elternverein auf täglich frisch gekochtes Essen gelegt, das den Kindern schon während der Zubereitungsphase viel Gelegenheit zum bewussten Riechen und später zum Schmecken gibt. Daneben gibt es Angebote, mit den Kindern kleine Mahlzeiten selbst zu erstellen.

Bildungsbereich 3

Sprache und Kommunikation

Unser Ziel ist es, die Kinder in ihrem Sprachlernprozess alters- und entwicklungsgemäß zu unterstützen. Hierbei legen wir einen ganzheitlicher Ansatz zugrunde, der dem Zusammenhang von Bewegung und Sprache, von motorischer und sprachlicher Kompetenz Rechnung trägt. Wenn wir Sprachspiele, wie zum Beispiel ein Fingerspiel mit den Kindern machen, fördert dies die Sprachentwicklung wie auch die motorische Entwicklung gleichermaßen. Wenn wir die Körperwahrnehmung spielerisch fördern, wird die Sprachentwicklung ebenfalls angeregt. Die Kinder werden in ihrer Körperwahrnehmung, ihrer Bewegungs- und ihrer Ausdrucksfähigkeit gebildet. Ihre kommunikativen Fähigkeiten werden erweitert. Hierzu nutzen wir Sprachspiele, Rollenspiele, Wahrnehmungsspiele, Bewegungsspiele und mehr.

Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, dass wir den Spracherwerb aller Kinder konstant anregen. Wir orientieren uns hierbei an den Kompetenzen der Kinder und betten deren Sprachbildung in für sie bedeutsame Handlungen ein. Kinder und Erwachsene werden gleichermaßen als Dialogpartner*innen begriffen. In unserem gesamten Kita-Alltag nehmen wir Situationen für sprachliche Bildung wahr. Das kindliche Handeln wird dabei stetig sprachlich begleitet. Spielerischer Umgang mit Sprache und Reime haben einen hohen Stellenwert.

Die Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung bilden die Grundlage unserer professionellen Begleitung. Jedes Kind hat eine „individuelle Sprachpersönlichkeit“ und erschließt sich Sprache in einem persönlichen Tempo, das achten und unterstützen wir. Dazu schaffen wir Kommunikationsanlässe und regen kontinuierlich zu Interaktion und Sprache an.

Die Erstsprache bzw. die Familiensprache ist die Sprache der ersten sozialen Kommunikation, der ersten Wörter und Sätze, und sie bleibt das ganze Leben lang ein besonderer Teil der Identität. Ein gutes Selbstwertgefühl für beide Sprachen ist eine wichtige Voraussetzung für den Zweitspracherwerb. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Mehrsprachigkeit der Kinder, sie wird als Gewinn, Potential und großer „Schatz“ gesehen. Wir versuchen die Familiensprachen in der Kita sichtbar und hörbar zu machen. Die Eltern werden mit einbezogen, so finden beispielsweise Vorleserunden in den Muttersprachen der Familien statt.

Beide Kitas des Niehler Elternvereins nehmen am Bundesprogramm SprachKitas „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Das bedeutet, dass jeweils eine Sprachfachkraft mit einem halben Stellenumfang besondere Impulse in der Sprachbildung für die Kinder wie auch für das Team einbringt.

Bildungsbereich 4

Soziale und (inter-)kulturelle Bildung

Die Bildungsarbeit in der KiTa findet im Kontext der Gruppe statt und somit gibt es hier vielfältige Gelegenheiten für soziales Lernen. In jeder Spielhandlung gibt es Aushandlungsprozesse zwischen Kindern, in denen sie ihre jeweiligen Wünsche oder Vorschläge äußern („Sollen wir wieder Katzenfamilie spielen?“) und miteinander lernen, sich selbst zu positionieren und dennoch eine gemeinsame Lösung zu finden. Jüngere Kinder sind dabei zunächst noch nicht in der Lage, die Perspektive ihres Gegenübers wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Hier spielt die Vermittlung der Erzieher:innen zunächst eine große Rolle. Kinder lernen bis ins Vorschulalter (und darüber hinaus), dass ihre Meinung nur eine unter vielen möglichen ist und es darum geht, miteinander eine Lösung zu finden. Hierbei entwickeln Kinder immer mehr Lösungswege in einer Auseinandersetzung oder in einem Konflikt.

Eine wichtige Gelegenheit für das soziale Lernen ist auch die Kinderkonferenz, in der jedes Kind gehört wird und seine Meinung einbringen kann. Zusammen wird nach Lösungsvorschlägen gesucht, verhandelt, abgestimmt und entscheiden.

Das Kind erfährt sich als Teil einer Gemeinschaft, in der es mitbestimmen kann und soll, aber auch bestimmte Verantwortlichkeiten hat. So hat z.B. jedes Kind Tischdienst und lernt, den Tisch für die Essenssituation für alle Kinder vorzubereiten. Es gibt viele Gelegenheiten in denen sich die Kinder gegenseitig unterstützen und helfen können. Ältere Kinder übernehmen Patenschaften für die „neuen“ Kinder.

Die Erstsprache bzw. die Familiensprache ist die Sprache der ersten sozialen Kommunikation, der ersten Wörter und Sätze, und sie bleibt das ganze Leben lang ein besonderer Teil der Identität. Ein gutes Selbstwertgefühl für beide Sprachen ist eine wichtige Voraussetzung für den Zweitspracherwerb. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Mehrsprachigkeit der Kinder, sie wird als Gewinn, Potential und großer „Schatz“ gesehen. Wir versuchen die Familiensprachen in der Kita sichtbar und hörbar zu machen. Die Eltern werden mit einbezogen, so finden beispielsweise Vorleserunden in den Muttersprachen der Familien statt.

Bildungsbereich 5

Musisch-ästhetische Bildung

Bildungsbereich Muisch-ästehtische Bildung

Die ästhetische Erziehung bezieht sich auf die Wahrnehmung sinnlicher Erfahrungen und betrifft daher alle Bereiche, die vielfältige Sinneserfahrungen und Ausdrucksformen ermöglichen, so z.B. Rollenspiel, Tanz, freies Spiel, Bewegung etc.

Im engeren Sinne werden hier die Bereiche Musik und Gestalten dargestellt, da andere Bereiche in anderen Bildungsbereichen beschrieben werden.

 

Musik fasziniert Kinder bereits in den ersten Lebensmonaten. Schon im ersten Lebensjahr können Kinder Klang- und Lautmuster wahrnehmen und wiedererkennen. Zudem spricht Musik zahlreiche Sinne an und bietet vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten.

Die musikalische Erziehung im Niehler Elternverein bietet Kindern verschiedene Möglichkeiten des Herantastens:

Im Morgenkreis, bei Geburtstagen, in regelmäßig stattfindenden Musikrunden singen wir viele Lieder in unterschiedlichen Sprachen. Im Alltag tanzen wir, lernen zahlreiche Instrumente kennen, lernen den Körper als Klang- und Geräuschinstrument einzusetzen oder hören einfach verschiedenen Klängen und Geräuschen zu und tauchen in stimmungsvolle Welten ein. Durch den vielfältigen Zugang zur Musik soll die Körperwahrnehmung gefördert, das Selbstbewusstsein gestärkt und ein niedrigschwelliger Begegnungspunkt zu unterschiedlichen Kulturen für Kinder, Eltern und Erzieher: innen geschaffen werden.

bietet den Kindern vielfältige Wege sich auszudrücken und ihre innere Wirklichkeit abzubilden. In den hierfür vorgesehenen Spiel- und Kreativbereichen des Niehler Elternvereins werden vielfältige Materialien zur Verfügung gestellt, die die Kinder sinnlich erfassen und erforschen können. Dicke wellige Pappe, dünnes buntes Transparentpapier, Malpapier in verschiedenen Größen und Farben, Holz, Ton, Knete, Kleister und Kleber, Stifte und Fingerfarben, Scheren und Pinsel. Alles wird von den Kindern zum Experimentieren und Gestalten genutzt, regt sie zum kreativen Schaffen an und bewirkt Entspannung und Freude.

Bildungsbereich 6

Religion und Ethik

Bildungsbereich7 Religion Und Ehtik

Die Kitas des Niehler Elternvereins sind keiner bestimmten Religion verbunden und berücksichtigen im Sinne der interkulturellen Pädagogik die in den Familien des Elternvereins gelebten Religionen. Insofern werden hier verschiedene Brauchtümer und Feste im Jahreskreis thematisiert und gefeiert wie z.B. der Ramadan und das Zuckerfest, Fastenzeit und Ostern, das chinesische Neujahrsfest oder St. Martin. Lieder, Bilderbücher, Spiele, Basteln, Mahlzeiten oder Geschichten helfen den Kindern die verschiedenen Feste kennenzulernen. Die Offenheit gegenüber der Vielfalt an Kulturen und Religionen ist das Ziel der pädagogischen Arbeit.

Auch die ganz individuelle Herangehensweise jeden Kindes an Fragen nach dem Leben und Sterben sowie der Umgang mit Angst, Trauer und Verlassenheit gehört in diesen Bildungsbereich. Die Erzieher:innen bieten sich hier als verlässliche Gesprächspartner: innen an, die mit dem Kind nach Antworten suchen und ggf. auch religiöse Einstellungen beispielhaft vorleben.

Bildungsbereich 7

Mathematische Bildung

Sortieren, bauen, vergleichen, schätzen, zählen, Formen entdecken – im Kita-Alltag tauchen diese Handlungen regelmäßig auf: Beim Turm bauen, Klettern, Tisch decken, Karten spielen. In sämtlichen Bereichen machen Kinder erste Erfahrungen mit Symmetrie, Mengen, Geometrie oder Perspektiven.

Viele Erfahrungen im mathematischen Bereich erleben die Kinder in alltäglichen Situationen. Diese sind somit für jedes Kind individuell durch eigenes Handeln bestimmt. Wir nehmen die Interessen der Kinder im Alltag auf, stellen ihnen neue Impulse und pädagogische Materialien zur Verfügung, um ihren Wissensdurst und ihre Konstruktionsfreude aufrecht zu erhalten.

Darüber finden regelmäßige Angebote, wie z.B. Entenland, Zahlenland und Zahlenfreunde, statt, in denen die mathematische Bildung der Kinder im Vordergrund steht. Die Kinder lernen die Mengen kennen und der Zahlenraum von 1 bis 10 wird spielerisch, kreativ oder in Verbindung mit Bewegung erkundet und je nach Interessenslage des Kindes durch Arbeitsmaterialien erweitert.

Bildungsbereich 8

Naturwissenschaftlich- technische Bildung

Wie kann Luft sichtbar gemacht werden? Welche Materialien schwimmen und welche gehen unter? Warum fliegt ein Heißluftballon? Kinder sind den ganzen Tag auf der Suche nach Antworten zu den unterschiedlichsten Fragestellungen. Die pädagogische Arbeit im Niehler Elternverein zeichnet sich dadurch aus, den Kindern eigene Erfahrungen und Lernerfolge zu ermöglichen. Kinder erlangen nachhaltiges Wissen, indem sie selbst ausprobieren, forschen, Theorien entwickeln, wieder verwerfen und neue Ansätze ausprobieren. Ein Kind lernt nicht laufen, indem man ihm erklärt wie es seine Muskulatur zu bewegen hat, wie die Fußstellung sein muss, oder wie der Oberkörper dabei positioniert werden muss. Kinder lernen laufen durch ausprobieren, nachahmen, hinfallen und wieder aufstehen.

Nach diesem Prinzip findet Selbstbildung durch „Aneignung von Welt“ statt. Kinder sind kompetente, wissenshungrige Forscher, die keinesfalls rational an naturwissenschaftliche Themen herantreten. Darin liegt die pädagogische Arbeit des NEVs begründet: Kindern Impulse, Forscher-Angebote, Projekte, Zeit und Raum geben, damit sie Konstrukteure ihres eigenen Wissens werden können.

Bildungsbereich 9

Ökologische Bildung

Bildungsbereich Oekologische Bildung

Unter ökologischer Bildung verstehen wir einerseits die Erkundung von Natur und Umwelt mit allen Sinnen, und andererseits die Vermittlung eines Bewusstseins für die nachhaltige Wechselbeziehung zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen. Insofern ist die ökologische Bildung eng mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung verknüpft.

Sei es im Garten der Kita, im nahe gelegenen Park, am Rheinufer oder im Wald: Die natürliche Experimentierfreudigkeit und der Forscherdrang der Kinder in der Natur bilden den Grundstein unserer pädagogischen Arbeit. Wir nutzen all unsere Sinne, um die Umwelt zu begreifen: wir riechen, berühren, inspizieren, schmecken und hören die Natur. Nicht nur das Kennenlernen verschiedener Tier- und Pflanzenarten ist dabei im Fokus, auch die natürlichen Lebenszyklen werden früher oder später von den Kindern erkannt und hinterfragt.

Unterschiede zwischen Menschen und Tieren, aber auch verschiedener Tierarten oder das Wachstum unterschiedlicher Pflanzenarten werden erkundet. Was frisst ein Regenwurm, was machen Wanzen und was wächst da Hellgrünes aus der Walnuss heraus? Die Kinder stellen eigene Thesen auf. Die PädagogInnen achten darauf, dass alle Thesen zulässig sind. Streng nach dem Vorsatz des eigenständigen Lernens werden den Kindern keine vorgefertigten Lösungen serviert. Das Erkennen von Besonderheiten, Verwerfen von Thesen, neu Orientieren und Ausprobieren ist ein elementarer Bestandteil der kindlichen Wissensaneignung und soll stets geachtet und ermöglicht werden.

Bildungsbereich 10

Medien

Die Welt, in der unsere Kinder aufwachsen, ist eine medial geprägte Welt, Medien sind allgegenwärtig. Unsere Kinder lernen Medien bereits in ihren Möglichkeiten der Kommunikation sowie als Quelle für Information und Unterhaltung kennen und nutzen sie in unterschiedlichen Zusammenhängen.

Medien sind in vielfältiger Weise an der Sozialisation von Kindern beteiligt, sie sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt der Kinder. Daher ist es für uns unerlässlich, die Medienerfahrungen der Kinder und ihrer Familien in den Blick zu nehmen, aufzugreifen und kindgerecht zu begleiten.

Mit der ausgewogenen Nutzung analoger (traditioneller) Medien wie Bücher, Zeitungen, CD’ s als auch digitaler Medien wie Computer, Handys, Tablets und audiovisuelle Medien knüpfen wir in unseren Kitas an die Medienerfahrungen der Kinder an. Wir begleiten sie dabei, sich die mediale Welt im pädagogischen Alltag z.B. durch die Nutzung von Kameras oder Tablets individuell zu erschließen, sowie Medien kompetent und sorgsam nutzen zu lernen. Ein Ziel soll dabei sein, eine kritisch reflektierende Haltung zu den verfügbaren Medien zu entwickeln. Dabei geht es sowohl um eine sensible Auswahl der Medienform, als auch der Medieninhalte. Medien werden in unseren Kitas auf vielfältige Weise kreativ eingesetzt (z.B. Erstellen eines Trickfilms oder Hörspiels), womit das Kind erfährt, dass es Medien nicht nur konsumieren, sondern selbstwirksam nach den eigenen Interessen und Bedürfnissen nutzen kann.

Auch das Bundesprogramm „SprachKitas“, welches in beiden KiTas durch eine jeweilige Fachkraft umgesetzt wird, greift die Bildung von Medienkompetenzen im Kita-Alltag auf. Das pädagogische Team wird dabei unterstützt, medienpädagogische Ansätze für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung sowie auch für andere Bildungsbereiche kindgerecht zu implementieren.